Die Einäscherung ist eine Bestattungspraxis, die in Frankreich immer mehr zunimmt. Heute entscheiden sich 34% der Franzosen dafür, bei ihrem Tod eingeäschert zu werden. Für 2020 sagen die Statistiken eine Einäscherungsrate von fast 50 % voraus. Die Friedhöfe haben sich an diese Entwicklung angepasst, um Plätze für die Errichtung von Grabdenkmälern freizumachen.
Kolumbarien: Aschenmonumente, die von Friedhöfen nicht mehr wegzudenken sind
Für trauernde Familien ist es oft schwierig, die richtige Wahl zu treffen, wohin die Asche gebracht werden soll, da es eine Vielzahl von Optionen gibt. Die Asche des Verstorbenen kann verstreut werden, wird aber meist in einer Urne aufbewahrt, die in einem Urnengrab, einer Cavurne oder einem Kolumbarium aufbewahrt wird. Die letztgenannte Option wird häufig von den Familien gewählt. Das Kolumbarium, meist aus Granitist ein Grabmal, das auf dem Friedhof der Gemeinde errichtet wird. Seit dem 19. Dezember 2008 verpflichtet das Gesetz 2008-1350 über die Bestattungsgesetzgebung Gemeinden mit mehr als 2.000 Einwohnern dazu, über einen Bestattungsplatz zu verfügen. Um die Aschenurne eines Angehörigen in einem Kolumbarium beisetzen zu können, muss eine Konzession für eine begrenzte Zeit (in der Regel 10 bis 50 Jahre) und zu einem variablen Preis erworben werden. All diese Elemente können in einer Bestattungsordnung beschrieben werden. Diese Bereiche, die Eigentum der Gemeinde sind, werden daher von der Gemeinde gepflegt und unterstehen der Verantwortung des Bürgermeisters.
Das kollektive Kolumbarium, ein weithin befürwortetes Grabmal
Die Familie kann entscheiden, ob sie eine Grabstelle in einem individuellen oder kollektiven Kolumbarium erwerben möchte. Bisher gab es das Kolumbarium nur in kollektiver Form. Auch heute noch ist es weit verbreitet. Es ist quadratisch, rund oder kreisförmig und verfügt über eine komplexe Architektur. Es besteht aus mehreren Feldern, den sogenannten Nischen, die jeweils eine oder mehrere Urnen einer Familie aufnehmen können. Sobald die Urne in eine Nische gestellt wurde, wird das Feld mit einer Tür, auch Deckel genannt, verschlossen, auf der eine Inschriftentafel mit dem Vor- und Nachnamen, dem Geburts- und Todesdatum des Verstorbenen und manchmal auch seinem Foto angebracht wird. Das Sammelkolumbarium wird immer oberirdisch errichtet und ist aufgrund seiner Höhe auf dem Friedhof leicht zu erkennen. Die Kolumbarien können über Blumenrabatten verfügen, so dass die Familien einen individuellen Raum für Blumen und Andacht haben.
Das individuelle Kolumbarium, eine diskrete Gedenkstätte für mehr Privatsphäre
Das individuelle Kolumbarium ist weniger verbreitet, wird aber immer häufiger gebaut. Es wird wie das Gemeinschaftskolumbarium oberirdisch errichtet und besteht aus einem einzelnen Feld aus Granit (oder einem anderen Material), das auf dem Boden steht. Sie wird ebenfalls mit einer Tafel mit dem Vor- und Nachnamen der Person, ihrem Geburts- und Todesdatum, einem Foto und/oder einer anderen Gravur geschmückt. Das individuelle Kolumbarium ist diskreter als das Sammelgrabmal und verfügt in den meisten Fällen über einen großen Blumenbereich. Die Familien und Angehörigen des Verstorbenen genießen eine gewisse Privatsphäre, wenn sie kommen, um zu trauern und den Verstorbenen zu ehren. Aus diesem Grund beginnt das individuelle Kolumbarium die Familien zu begeistern. Individuelle Kolumbarien sind nicht zu verwechseln mit Cavurnen, kleinen Gräbern, die in der Erde errichtet und mit einer Granit- oder Betonplatte verschlossen werden. Sie werden als Minigräber betrachtet und können vier bis acht Urnen einer Familie aufnehmen.




