Seit dem 1. Januar 2013 ist die Einrichtung mindestens eines Bestattungsplatzes für alle Gemeinden (und deren Zusammenschlüsse) mit 2000 oder mehr Einwohnern Pflicht, doch sollte man den Garten der Erinnerung nicht mit dem Kolumbarium verwechseln. Der eine ist für die Verstreuung der Asche reserviert, der andere für deren Aufbewahrung. Die Stadtverwaltungen müssen darauf achten, zwischen diesen beiden Orten zu unterscheiden, um ihre Bürger nicht in die Irre zu führen und sie bestmöglich zu betreuen.
Der Garten der Erinnerung: Der Raum, in dem die Asche verstreut wird
Der Garten der Erinnerung ist ein Bereich auf einem Friedhof, der der Verstreuung der Asche gewidmet ist. Er dient einem doppelten Zweck: der Verstreuung der Asche und der Bewahrung der Erinnerung. Nach der Einäscherung wird die Asche in einer Aschenurne gesammelt und dem Bestatter übergeben. Sie wird dann in einem Streuraum verstreut, der aus einer Senkgrube und Marmorkieseln besteht und durch Einfassungen in verschiedenen Formen (sechseckig, achteckig usw.) abgegrenzt ist. Dieser Bereich kann auch durch eine Erinnerungsschale ersetzt werden, die weniger pflegeintensiv ist und in der die Asche vergraben statt verstreut werden kann.
Es ist wichtig zu betonen, dass das Verstreuen der Asche kostenlos ist, aber dennoch einen Antrag bei der Stadtverwaltung der Gemeinde des betreffenden Friedhofs erfordert.
Dieser Bestattungsplatz ist auch ein Ort der Besinnung für die Familien, da das Verstreuen der Asche die Erinnerung nicht auslöschen soll. Er sollte so konzipiert und gestaltet sein, dass er als Ort der Erinnerung fungiert, damit die Angehörigen dort Ruhe und Trost finden können. Eine Beschilderung ist in jedem Gedenkgarten unerlässlich. Sie ermöglicht es, diesen Ort zu materialisieren, was für die Besinnung der Familien von wesentlicher Bedeutung ist. Diese Beschilderung kann aus zahlreichen Accessoires bestehen: einer Stele mit der Aufschrift "Jardin du Souvenir", die die Identität der Verstorbenen zusammenfasst, einem Gedenkbuch, einer zerbrochenen Säule oder auch Bänken und Brunnen etc.
Die Errichtung eines Gedenkgartens erfordert, dass Sie sich an einen Bestattungsspezialisten wenden.
Das Kolumbarium: Der Raum für die Aufbewahrung der Asche
Das Kolumbarium ist eine Grabstätte , die der Aufbewahrung der Asche gewidmet ist. Nach der Einäscherung wird die Asche ebenfalls in einer Urne gesammelt, doch im Gegensatz zum Garten der Erinnerung wird die Urne anschließend in einem Feld eines Kolumbariums beigesetzt. Dieses Feld, das in der Regel aus Granit besteht, kann eine oder mehrere Urnen aufnehmen. Seine Tür ist mit einer Tafel versehen, die den oder die Namen sowie das Geburts- und Sterbedatum des oder der Verstorbenen enthält. Die Nutzung eines Kolumbariums kann nur im Rahmen einer Konzession erfolgen. Der Antrag muss bei der Gemeindeverwaltung der betreffenden Gemeinde gestellt werden.
Kolumbarien gibt es in verschiedenen Farben und Formen. Es handelt sich dabei um gemeinschaftliche oder individuelle Strukturen aus Granit, die oberirdisch gebaut werden und für deren Errichtung ein Fachmann benötigt wird.
Dieser Grabbereich eignet sich für die Besinnung der Familien. Wenn er gut gestaltet ist, ist er ein beruhigender Ort des Austauschs und der Erinnerung, an dem zahlreiche Accessoires aufgestellt werden können: Granitbänke, Brunnen und Handwaschbecken, Inschriftentafeln, Andachtstische, Beschilderungen etc.
Vor der Einäscherung ist es daher wichtig, dass die Familien über die Bestimmung der Urne entscheiden. Ob die Urne in einem Kolumbariumsfeld beigesetzt oder die darin enthaltene Asche in einem Garten der Erinnerung verstreut werden soll, die Schaffung und Anpassung von Bestattungsplätzen an die Normen gehört in die Hände eines Experten. Seit 1981 konnten wir dank unseres Know-hows mehr als 600 Gemeinden bei der Umsetzung ihrer Projekte unterstützen.
Das Granimond-Team




